KI sicher nutzen
Texte anonymisieren und pseudonymisieren
Namen, Orte und Daten ersetzen, bevor ein Text in eine KI geht.
Nur in Ihrem Browser · bleibt nur in diesem Tab · kein Konto
Kurz erklärt
Was ist Pseudonymisierung?
Pseudonymisieren heißt: Namen und Daten werden durch Platzhalter ersetzt, die Zuordnung bleibt bei Ihnen. Anonym ist ein Text erst, wenn niemand mehr erkennen kann, um wen es geht.
So funktioniert das Werkzeug: Text einfügen, „Anonymisieren“ antippen, prüfen und kopieren. Die KI arbeitet dann mit [Person A] statt mit echten Namen. Ihre Antwort fügen Sie wieder ein – das Werkzeug setzt die Namen zurück. Erkannt wird mit festen Regeln und Namenslisten, ganz ohne KI und ohne Server. Was das Werkzeug übersieht, tippen Sie einfach an.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen zu Anonymisierung und Pseudonymisierung
Was ist der Unterschied zwischen Anonymisierung und Pseudonymisierung?
Beim Pseudonymisieren werden Namen und andere Angaben durch Platzhalter ersetzt, zum Beispiel „Kevin“ durch „[Person A]“. Wer die Zuordnung kennt, kann die Person wieder erkennen (Art. 4 Nr. 5 DSGVO). Anonym ist ein Text erst, wenn niemand mehr erkennen kann, um wen es geht – auch nicht mit Zusatzwissen. Aus „Kevin (14) aus Neustadt schwänzt“ wird pseudonymisiert „[Person A] (14) aus [Ort 1] schwänzt“, anonym erst „Ein Jugendlicher schwänzt die Schule“.
Sind pseudonymisierte Daten noch personenbezogen?
Ja. Solange es die Zuordnung gibt und die Person damit wieder erkennbar ist, bleiben es personenbezogene Daten, und die DSGVO gilt weiter (Erwägungsgrund 26 DSGVO). In der Sozialen Arbeit sind es dann weiterhin Sozialdaten. Pseudonymisieren senkt das Risiko, wenn ein Text in falsche Hände gerät – es macht die Weitergabe aber nicht automatisch erlaubt.
Reicht es, Namen durch Initialen zu ersetzen?
Meist nicht. Initialen wie „L. B.“ lassen sich zusammen mit Alter, Schule oder Wohnort oft einer Familie zuordnen. Die Datenschutzbehörden weisen darauf hin, dass es regelmäßig nicht reicht, Namen und Anschriften zu entfernen, weil sich der Personenbezug aus dem Zusammenhang ergeben kann (DSK, Orientierungshilfe KI, Rn. 49). Dieses Werkzeug ersetzt deshalb auch Initialen, Orte, Einrichtungen und Daten.
Welche Angaben verraten eine Person trotzdem?
Auch ohne Namen kann eine Kombination von Angaben eine Person erkennbar machen: eine seltene Diagnose, ein kleiner Ort, der Beruf der Eltern, eine ungewöhnliche Familienkonstellation oder ein Ereignis, über das die Zeitung berichtet hat. Solche Merkmale erkennt kein Werkzeug sicher. Lassen Sie weg, was für Ihre Frage an die KI nicht nötig ist.
Darf ich einen pseudonymisierten Fallbericht in ChatGPT eingeben?
In frei verfügbare KI mit privatem Konto in der Regel nicht: Ein pseudonymisierter Fallbericht enthält weiter Sozialdaten, und der Fall bleibt oft erkennbar. Mit einer KI, die Ihr Träger freigegeben hat, kann es im Rahmen der internen Regeln zulässig sein. Was in Ihrer Situation gilt, zeigt die Ampel „Darf das in ChatGPT?“.
Was gilt für Sozialdaten in der Sozialen Arbeit?
Sozialdaten sind personenbezogene Daten, die zum Beispiel ein Jugendamt für seine Aufgaben nach dem Sozialgesetzbuch verarbeitet (§ 67 Abs. 2 SGB X). Sie stehen unter dem Sozialgeheimnis (§ 35 SGB I), für anvertraute Daten in der Jugendhilfe gilt ein besonderer Vertrauensschutz (§ 65 SGB VIII). Freie Träger müssen die Daten in entsprechender Weise schützen (§ 61 Abs. 3 SGB VIII), viele Fachkräfte unterliegen zusätzlich der Schweigepflicht (§ 203 StGB).
Passend dazu: die Ampel „Darf das in ChatGPT?“und alle Werkzeuge.
Stand: Oktober 2026
Quellen
- Datenschutz-Grundverordnung (VO (EU) 2016/679), Art. 4 Nr. 1 und 5, Erwägungsgründe 26 und 28
- Sozialgesetzbuch I, § 35 Sozialgeheimnis
- Sozialgesetzbuch X, § 67 Begriffsbestimmungen (Sozialdaten)
- Sozialgesetzbuch VIII, § 61 Anwendungsbereich (Abs. 3: freie Träger)
- Sozialgesetzbuch VIII, § 65 Besonderer Vertrauensschutz
- Strafgesetzbuch, § 203 Verletzung von Privatgeheimnissen
- Datenschutzkonferenz (DSK): Orientierungshilfe „Künstliche Intelligenz und Datenschutz“, 06.05.2024
Datenquellen der Namenslisten: Ortsnamen: Geographische Namen GN250 © BKG (2026), dl-de/by-2-0, Datenquellen: Übersicht des BKG (verändert: nur Namen von Gemeinden, Ortslagen und Kreisen). Vornamen: Vornamen-Statistiken der Städte Köln, Bonn, Dortmund, Rostock, Dormagen und Kleve (Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0 bzw. CC0) sowie „Vornamen in Bielefeld“, Stadt Bielefeld, CC BY 4.0 (verändert: zusammengeführt).
Entwickelt von
Hedris Jahami.
Sozialarbeiter · KI-Experte
Praxisnahe KI-Fortbildungen für Fachkräfte der Sozialen Arbeit. Von jemandem, der beide Welten kennt.